FLLE 2.0: GAK 7.0 und 8.0
- Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung im LEADER-Ansatz
- Förderung von Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen im LEADER-Ansatz
Jüdischer Friedhof Ingenheim
Erinnerung bewahren – Antisemitismus entgegenwirken
In einer Zeit zunehmender antisemitischer Vorfälle und Übergriffe auf unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ist es wichtiger denn je, Bewusstsein und Aufklärung in Schule, Kirche und Öffentlichkeit zu fördern. Die Übersetzung der hebräischen Grabsteininschriften auf dem jüdischen Friedhof in Ingenheim leistet hierzu einen zentralen Beitrag. Sie ermöglicht die Dokumentation eines bedeutenden Denkmals deutsch-jüdischer Kultur und Geschichte in der Südpfalz und im angrenzenden Elsass und macht die kulturgeschichtlichen Zeugnisse für ein breites Publikum verständlich. So wird der unschätzbare Fundus kollektiver Erinnerung an das einst blühende jüdische Leben in der Region bewahrt.
Die Ergebnisse der Forschung werden durch vielfältige Bildungs- und Vermittlungsangebote sichtbar: Rund 20 Führungen pro Jahr, gezielte Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, Einbindung von Schulen wie der 7. Klasse des Gymnasiums Bad Bergzabern oder der Klingbachschule Billigheim-Ingenheim, Vorträge sowie Publikationen machen die Geschichte erfahrbar. Auch angehende Lehrkräfte können den Friedhof als „außerschulischen Lernort“ nutzen, um praxisnahes Lernen zu ermöglichen.
Mit diesen Maßnahmen wird dem Rassismus und Antisemitismus aktiv etwas entgegengesetzt: durch Information, Sensibilisierung und das Stärken von objektiven Sichtweisen. Die Übersetzung und Dokumentation der Inschriften trägt dazu bei, Erinnerung zu bewahren, kulturelles Erbe zu vermitteln und ein bewusstes Miteinander in der Region zu fördern.

