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Charakterisierung und Lage 

der Gebietskulisse Südpfalz

Die Region Südpfalz umfasst sechs Verbandsgemeinden (VG) und die Stadt Wörth am Rhein. Die den Verbandsgemeinden Kandel, Hagenbach und Jockgrim  zugehörigen 15 Gemeinden sowie die Stadt Wörth liegen im Landkreis Germersheim. Die VG Landau-Land   mit 14 Gemeinden, die VG Herxheim  mit vier Gemeinden und die neu in die Gebietskulisse eingegliederte VG Offenbach an der Queich mit ebenfalls vier Gemeinden liegen im Landkreis Südliche Weinstraße.


Die Region erstreckt sich vom Rhein über die Rheinauen und Bruchlandschaften bis hin zur westlich anschließenden Agrar- und Weinbaulandschaft am Haardtrand. Im Süden liegt der Bienwald mit seinem groß angelegten Naturschutzprojekt, im Nordosten die Queichwiesen (UNESCO-Immaterielles Kulturerbe), und im Westen schließen das Biosphärenreservat Pfälzerwald–Vosges du Nord und der Naturpark Pfälzerwald/Haardtrand an.


Die Südpfalz ist zudem stark überregional eingebunden: Sie gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar, zur Technologieregion Karlsruhe, zur Rheinpfalz und nimmt an mehreren grenzüberschreitenden Strukturen teil – darunter die Oberrheinkonferenz, der Initiativkreis Europäische Metropolregionen, der EURODISTRICT REGIO PAMINA sowie der Randbereich der Großregion Saarland–Lothringen–Luxemburg–Wallonie–Belgien.

Karte mit Markierung der VGs Hagenbach, Herxheim, Jockgrim, Kandel, Landau-Land und Offenbach/ Queich sowie der Stadt Wörth

Lokale Aktionsgruppe Südpfalz

Der Lenkungsrat der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Südpfalz" ist Träger der Entwicklungsstrategie und verantwortlich für deren Umsetzung.


Sie ist unter anderem zuständig für:

  • die Festlegung der Auswahltermine und der Höhe der Auswahlbudgets
  • die Aufstellung der Regeln für das Projektauswahlverfahren und dessen transparente und diskriminierungsfreie Durchführung und Überwachung
  • die Unterstützung und Begleitung lokaler Akteur:innen bei der Entwicklung und Umsetzung von Vorhaben

Seit Sommer 2015...

...sind wir als LEADER-Region Südpfalz anerkannt und konnten in den zurückliegenden Jahren über die einzelnen Säulen der LEADER-Förderkulisse mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Rheinland-Pfalz zahlreiche unterschiedliche Projekte und Vorhaben von Privatpersonen, Vereinen, aber auch unserer Kommunen umsetzen.

Grundlage unserer damals ersten Bewerbung als LEADER-Region Südpfalz war eine Lokale, Integrierte, Ländliche Entwicklungsstrategie (LILE), die uns die Stärken, aber auch die Schwächen unserer Region aufgezeigt und die sich uns bietenden Entwicklungschancen beschrieben hat. Daraus hat sich ein Leitbild entwickelt, das Maßstab unseres Handelns auf kommunaler Ebene war und unseren Förderkriterien bei Auswahl der zuschussfähigen Projekte und Vorhaben zugrunde gelegt werden konnte.


Noch im zurückliegenden Jahr 2021 haben wir uns als LEADER-Region Südpfalz für die neue Förderperiode 2023 – 2029 beworben und uns in der Fläche ausgeweitet. Zu den Verbandsgemeinden Hagenbach, Herxheim, Jockgrim, Kandel, Landau-Land und der Stadt Wörth wollen wir jetzt auch die Verbandsgemeinde Offenbach in unserer LEADER-Region mit einbeziehen und freuen uns auf die interkommunale Zusammenarbeit in der erweiterten Lokalen Aktionsgruppe Südpfalz und innerhalb des LAG-Lenkungsrats.


Voraussetzung für unsere Bewerbung für die Förderperiode 2023 – 2029 war eine Neuerstellung der LILE, die wir jetzt vorlegen können und die in Zusammenarbeit mit dem Institut für ländliche Strukturforschung aus Frankfurt erstellt worden ist. In zahlreichen Abstimmungsrunden innerhalb unserer Steuerungsgruppe, aber auch in diversen Fachgruppen-Sitzungen unter Beteiligung vieler Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter unserer Vereine, Verbände und Organisationen haben wir anspruchsvolle und innovative Ideen für vielfältige Vorhaben zusammengetragen, mit denen wir unsere Region voranbringen und fortentwickeln wollen.

Gemeinsam ist es unser Anliegen, die Region als lebens- und liebenswerte, klimatisch begünstigte Gegend weiter zu stärken und die sich uns bietenden Synergien in den sich überlappenden Randbereichen der Metropolregion Rhein-Neckar und der Technologieregion Karlsruhe zu nutzen.

Dergestalt haben wir mit der vorliegenden LILE einen guten Entwicklungsrahmen geschaffen, der die Gemeinsamkeiten in der Region Südpfalz betont, die Zusammenarbeit über die einzelnen Gemarkungsgrenzen der beteiligten Kommunen hinweg fördert und dem „Kirchturmdenken“ entgegenwirkt.

Mein Dank gilt allen Akteurinnen und Akteuren, die zum großen Teil ehrenamtlich an dem LILE-Erarbeitungsprozess beteiligt waren und sich mit großem Engagement und mit ganz viel Fachwissen in die insgesamt vier von uns definierten Handlungsfelder „Naherholung, Tourismus und Kultur“, „Lebensqualität, wohnortnahe Versorgung und dörfliche Entwicklung/ Stadtentwicklung“, „Natur, Kulturlandschaft und Landbewirtschaftung“, sowie „Wirtschaft, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie Rohstoffrückgewinnung“ eingebracht haben. 

Der Erarbeitungsprozess war anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht und zeigt den Willen und die Bereitschaft der Region, die ambitionierten Ziele der Entwicklungsstrategie in der neu bevorstehenden Förderperiode umzusetzen und zu verwirklichen.




Volker Poß

ehm. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kandel und ehm. Vorsitzender der LEADER-Region Südpfalz

im Namen aller Bürgermeister:innen der Region Südpfalz