Handlungsfeld 1:

Naherholung, Tourismus und Kultur

Zur Steigerung von Kultur, Naherholung und Tourismus werden Angebote für Gäste aus dem In- und Ausland sowie für Kultur- und Erholungssuchende aus der Region weiterentwickelt.


  • Ausbau der touristischen und Naherholungsinfrastruktur
  • Pflege und Entwicklung kultureller Angebote
  • Weiterbildung und Beratung touristischer Akteur:innen
  • Entwicklung neuer, digitaler, barrierefreier Angebote



Jüdischer Friedhof Ingenheim

Erinnerung bewahren – Antisemitismus entgegenwirken


In einer Zeit zunehmender antisemitischer Vorfälle und Übergriffe auf unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ist es wichtiger denn je, Bewusstsein und Aufklärung in Schule, Kirche und Öffentlichkeit zu fördern. Die Übersetzung der hebräischen Grabsteininschriften auf dem jüdischen Friedhof in Ingenheim leistet hierzu einen zentralen Beitrag. Sie ermöglicht die Dokumentation eines bedeutenden Denkmals deutsch-jüdischer Kultur und Geschichte in der Südpfalz und im angrenzenden Elsass und macht die kulturgeschichtlichen Zeugnisse für ein breites Publikum verständlich. So wird der unschätzbare Fundus kollektiver Erinnerung an das einst blühende jüdische Leben in der Region bewahrt.


Die Ergebnisse der Forschung werden durch vielfältige Bildungs- und Vermittlungsangebote sichtbar: Rund 20 Führungen pro Jahr, gezielte Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, Einbindung von Schulen wie der 7. Klasse des Gymnasiums Bad Bergzabern oder der Klingbachschule Billigheim-Ingenheim, Vorträge sowie Publikationen machen die Geschichte erfahrbar. Auch angehende Lehrkräfte können den Friedhof als „außerschulischen Lernort“ nutzen, um praxisnahes Lernen zu ermöglichen.


Mit diesen Maßnahmen wird dem Rassismus und Antisemitismus aktiv etwas entgegengesetzt: durch Information, Sensibilisierung und das Stärken von objektiven Sichtweisen. Die Übersetzung und Dokumentation der Inschriften trägt dazu bei, Erinnerung zu bewahren, kulturelles Erbe zu vermitteln und ein bewusstes Miteinander in der Region zu fördern.


Hofsanierung „Zum Goldenen Schwanen“ in Billigheim
Kulturdenkmal bewahren – Begegnung und Gastlichkeit schaffen


Der historische Hof in der Marktstraße 10 in Billigheim, ein doppelgeschossiger Fachwerkbau aus dem Jahr 1705 und als Kulturdenkmal geschützt, soll umfassend saniert werden. Ziel ist es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Geplant sind sieben moderne Gästewohnungen sowie ein Begegnungsraum, der als Frühstücksbereich, kleines Café an den Wochenenden und als Veranstaltungsort für kulturelle Angebote genutzt werden kann. In den weiteren Gebäudeteilen entstehen zwei Mietwohnungen sowie eine private Wohneinheit. Eine der Gästewohnungen wird vollständig barrierefrei gestaltet, um allen Gästen den Zugang zu ermöglichen.


Das Projekt richtet sich sowohl an Einheimische als auch an in- und ausländische Gäste. Durch den neuen Beherbergungsbetrieb und den Begegnungsraum werden Arbeitsplätze geschaffen, gleichzeitig wird die Umgebung belebt und ein Ort der Begegnung für verschiedene Generationen geschaffen.

Regelmäßig sind kulturelle Veranstaltungen geplant, darunter Ausstellungen, musikalische Darbietungen, Vorträge zu Geschichte und Kunstgeschichte sowie Weinproben lokaler Winzerinnen und Winzer. Damit wird die Kultur der Pfalz erlebbar gemacht und ein Beitrag zur Stärkung des kulturellen Angebots in der Region geleistet.

Zur Bekanntmachung des Hofes „Zum Goldenen Schwanen“ wird ein gezieltes Marketingkonzept umgesetzt, das die eigene Website, Veröffentlichungen in Blogs und Lifestylemedien sowie andere Kommunikationsmaßnahmen umfasst. So soll das Projekt einem breiten Publikum vorgestellt werden und neue Besucherinnen und Besucher anziehen.


Der Hof „Zum Goldenen Schwanen“ verbindet historische Architektur, kulturelle Begegnung und moderne Gastlichkeit. Er schafft einen lebendigen Treffpunkt für Gäste und Einheimische gleichermaßen, fördert den kulturellen Austausch und bereichert die Region nachhaltig.


Ausbau des Wanderparkplatzes unterhalb der Madenburg
Bessere Erreichbarkeit und Sicherheit für Besucher


Die Ortsgemeinde Eschbach plant, den bestehenden Wanderparkplatz unterhalb der Madenburg um etwa 900 m² zu erweitern. Ziel ist es, parkende Fahrzeuge aus den angrenzenden Waldwegen, die zugleich als Rettungswege dienen, auf den Parkplatz zu verlagern und so Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.


Durch die Erweiterung wird die Erreichbarkeit der Madenburg deutlich verbessert, da Besucherinnen und Besucher nun ausreichend Parkfläche vorfinden. Gleichzeitig schafft die zusätzliche Fläche neue Entwicklungsmöglichkeiten für den Tourismus, wodurch die Attraktivität der Region weiter gesteigert wird.


Zielgruppe sind alle Interessierten, insbesondere Naturliebhaber, Wandernde und Besucher der Madenburg. Familien nutzen den Parkplatz für Ausflüge, Wanderer für den Start zu Touren in der Umgebung. Der Parkplatz ist gut mit dem Auto befahrbar, während die angrenzenden Waldwege weiterhin teilweise von Menschen mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden können. Mit der Maßnahme werden sowohl die Sicherheit als auch der Besucherkomfort erhöht und der Tourismus in der Region gestärkt.