Handlungsfeld 2:

Lebensqualität, wohnortnahe Versorgung und dörfliche Entwicklung/ Stadtentwicklung

Die Lebensqualität wird gesteigert und die Nahversorgung und ärztliche Versorgung der Ortschaften erhalten.


  • Innovative Maßnahmen zur Belebung von Dorfmitten
  • Digitale, analoge und hybride Formen der Beteiligung und Einbindung der Bevölkerung
  • Etablierung digitaler und physischer Kommunikations- und Begegnungsräume
  • Aktivitäten zur Vernetzung von Vereinen und Professionalisierung des Ehrenamts
  • Aktivitäten zur Unterstützung der Entwicklung und Bereitstellung alternativer Mobilitätsangebote



Digitale Kandeler Einkaufsgutscheine
Modern, regional, zukunftsweisend


Der Verein für Handel und Gewerbe Kandel e. V. bringt die beliebten Kandeler Einkaufsgutscheine ins digitale Zeitalter. Aus den bisherigen Papiergutscheinen wird eine moderne Guthabenkarte im praktischen Scheckkartenformat, die einfach und sicher über jedes EC-Terminal akzeptiert werden kann. Damit entsteht ein zeitgemäßes, komfortables und fälschungssicheres Bezahlsystem, das den regionalen Handel nachhaltig stärkt.


Die digitalen Gutscheine wirken als echter Frequenzbringer für die Gewerbetreibenden und leisten einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt. Kundinnen und Kunden profitieren von einer komfortablen Handhabung sowie von Echtzeit-Guthabenabfragen. Gleichzeitig sorgt das System für maximale Sicherheit durch die lückenlose Erfassung aller Transaktionen.

Besonders attraktiv ist das integrierte Arbeitgeberportal: Unternehmen aus der Region können ihren Mitarbeitenden die Gutscheinkarten als steuer- und sozialversicherungsfreie Zusatzleistung zur Verfügung stellen – ein Vorteil, der Motivation steigert und die Kaufkraft direkt vor Ort bindet.


Adressaten und Nutznießer des Projekts sind die Menschen der Region, die örtlichen Gewerbetreibenden sowie Arbeitgeber, die die Gutscheine als Teil ihres Benefit-Modells einsetzen möchten. Alle Partner gemeinsam schaffen so ein starkes regionales Netzwerk, stärken den Wirtschaftsstandort Kandel und sichern langfristig die Kaufkraft in der Region.

Die digitalen Kandeler Einkaufsgutscheine – ein klares Alleinstellungsmerkmal, das Kandel moderner, attraktiver und zukunftsfähiger macht.


Generationenpark Trifelsstraße in Hagenbach
Neue Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen


Die Stadt Hagenbach plant die Umgestaltung des Spielplatzes in der Trifelsstraße in einen modernen Generationenpark, der Jung und Alt, Groß und Klein gleichermaßen anspricht. Das bestehende Areal von ca. 230 m² mit Sandkasten, Holzburg, Wippe und Sitzgruppe wird derzeit als wenig einladend wahrgenommen und daher kaum genutzt. Eine Bürgerbefragung bestätigte diesen Eindruck und lieferte wichtige Anregungen für die Neugestaltung.


Ziel ist ein attraktiver, vielseitig nutzbarer Treffpunkt für drei Generationen. Kleinkinder (1–4 Jahre) erhalten künftig einen Sandkasten, eine Kleinkindschaukel und ein bodentiefes Trampolin, das auch von Jugendlichen und Erwachsenen genutzt werden kann. Ergänzt wird das Angebot durch eine kleine Calisthenics-Anlage, die zu Fitnessübungen und Bewegung während oder nach einem Lauftraining einlädt. Damit wird nicht nur den Bedürfnissen der Kinder, sondern auch den Jugendlichen nach Outdoor-Sportmöglichkeiten Rechnung getragen.

Seniorinnen und Senioren finden an der neuen „Plauderbank“ einen schattigen, einladenden Platz für Begegnungen, Gespräche oder kleine Treffen wie Eltern- und Seniorencafés.

Das Areal wird durch neue Sträucher und Bäume aufgewertet, wodurch das Mikroklima in der Wohnsiedlung verbessert wird.


Der Generationenpark Trifelsstraße schafft damit einen Raum für Bewegung, Spiel, Begegnung und Entspannung für alle Altersgruppen – ein Ort, der das Miteinander fördert, die Lebensqualität steigert und die Wohnsiedlung nachhaltig belebt.


Defibrillatoren in Neupotz
Lebensrettende Hilfe schnell verfügbar


Die Ortsgemeinde Neupotz plant die Anschaffung von vier öffentlich zugänglichen Defibrillatoren (AEDs) an zentralen Standorten im Ort. Herzstillstände können jederzeit auftreten – je schneller ein Defibrillator eingesetzt wird, desto höher sind Überlebenschancen und desto geringer Folgeschäden. Besonders sinnvoll sind Geräte an stark frequentierten Orten, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie in Bereichen mit längeren Anfahrtszeiten der Rettungsdienste.


Geplante Standorte:

  • Polderscheune: zentral, schnelle Erreichbarkeit vom Kultur- und Freizeithaus
  • Hardtwald/Hirseweg: für den separierten Ortsteil Hardtwald
  • Feuerwehrhaus: Sportstätten und Grillhütte in der Nähe, Einsatz durch Feuerwehr
  • Anglerheim/WSC: stark frequentierter Bereich in den Sommermonaten


Die Defibrillatoren werden in wetterfesten, beheizten Aufbewahrungsschränken montiert und über ein GSM-Modul überwacht. Ein örtlicher Koordinator übernimmt wöchentliche Sichtkontrollen. Die Geräte sind sprachgeführt und für Laien leicht bedienbar, ergänzt durch Schulungen für Vereine und Arztpraxen.


Ziel ist es, ein höheres Sicherheitsgefühl für Einheimische und Gäste zu schaffen. Langfristig wird eine Kooperation mit Nachbargemeinden angestrebt, um Versorgungslücken zu schließen und die Wartung zu optimieren. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitssicherheit und Lebensrettung in Neupotz.


Bürgergarten Offenbach an der Queich
Begegnung, Naturerleben und Gemeinschaft


Die Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich plant die Umgestaltung der Fläche des ehemaligen Rathauses zu einer öffentlich zugänglichen Begegnungsstätte, dem „Bürgergarten“. Ziel ist ein Ort der Kommunikation, des Miteinanders und gemeinschaftlicher Nutzung für alle Generationen.


Der vorhandene Baumbestand wird erhalten, zusätzlich sind neue großkronige Laubbäume als Schattenspender vorgesehen. Darunter werden Tische und Bänke als Aufenthaltsbereiche aufgestellt. Die Fläche erhält eine wassergebundene Oberfläche, passend zum Konzept der Außenanlagen des neuen Rathauses. Ergänzend werden Hochbeete aus Cortenstahl (3 x 1 m) aufgestellt, in denen Blüh-, Nutz- und Heilpflanzen angebaut werden können. Ziel ist es, dass sich eine Ehrenamts-Gruppe für Pflege und Bewirtschaftung der Beete engagiert.

Die ehemalige Kellergeschoss-Grube wird für Regenwasserzisternen genutzt, die die Hochbeete und umliegenden Grünflächen bewässern. Das Wasser wird über ein angepasstes Bewässerungssystem aus den Dachflächen umliegender Gebäude gewonnen.

In direkter Nähe zum Hintereingang entsteht eine überdachte Fahrradabstellanlage für Mitarbeitende, Besucherinnen und Besucher sowie Ehrenamtliche. Sie ist mit Ladepunkten für E-Bikes ausgestattet und dient gleichzeitig als Rastplatz für Radfahrende am Queichtal- und Südpfalzradweg. Auf dem Dach werden PV-Module installiert, deren überschüssiger Strom in das kommunale Quartiersnetz eingespeist wird.


Der Bürgergarten fördert Gemeinschaft, Naturerziehung und interkulturelle Begegnung. Kinder der benachbarten Kindertagesstätte können ihn als Lernort nutzen, während Erwachsene die Möglichkeit haben, gemeinschaftlich Nutzpflanzen, Kräuter und Blühpflanzen anzubauen. Die Anlage bietet Hitzeschutz durch Schattenplätze, unterstützt Regenwasserrückhaltung und Hochwasserschutz und macht nachhaltige Ressourcennutzung erlebbar.

Der Bürgergarten wird so zu einem Ort der Begegnung, Erholung und Bildung, der die Lebensqualität in Offenbach/Queich steigert und das Miteinander im Ort stärkt.


Neubau Sanitär- und Umkleidetrakt im Queichtalbad Offenbach
Barrierefreiheit und neue Vereinsräume für Schwimm- und Rettungswesen


Im Queichtalbad Offenbach werden die bestehenden Umkleide- und Sanitärbereiche durch einen modernen Neubau ersetzt, um Barrierefreiheit und zeitgemäße Nutzungsmöglichkeiten für alle Besucherinnen und Besucher zu schaffen. Bestehende Räume werden abgebrochen, neue Duschen, Toiletten und Umkleiden werden barrierefrei gestaltet, ergänzt durch einen Personenaufzug, der das Obergeschoss zugänglich macht.


Im Obergeschoss entstehen Vereinsräume für die Ortsgruppe der DLRG, einschließlich Schulungsraum, Büro, Umkleiden, Lager und Toiletten. Hier sollen Schwimmkurse, Erste-Hilfe-Kurse und weitere Fortbildungen angeboten werden. Im Erdgeschoss ist zusätzlicher Lagerraum für den Schwimmverein Offenbach vorgesehen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Vereinen wird das öffentliche Schwimmbad unterstützt und die Vereinsarbeit gestärkt.

Die Fassade des Neubaus wird intensiv begrünt, was mehrere Vorteile bietet: Sie spendet Schatten, kühlt das Gebäude, verbessert das Mikroklima, filtert Feinstaub und reduziert Lärm. Gleichzeitig schafft sie Lebensraum für Vögel und Insekten, schützt vor Witterungseinflüssen wie Starkregen und trägt zur Artenvielfalt bei.


Besonders berücksichtigt wird die hohe Besucherfrequenz von Menschen mit Behinderung, etwa durch die ansässige Südpfalzwerkstatt und das Konrad-Lerch-Wohnheim. Die Gestaltung der Sanitärräume und Umkleiden orientiert sich an den speziellen Bedürfnissen dieser Zielgruppe.


Mit dem Neubau des Sanitär- und Umkleidetrakts wird das Queichtalbad nicht nur barrierefrei und zukunftsfähig, sondern es entsteht zugleich ein zentraler Treffpunkt für Vereine, Schulungen und kulturelle Angebote, der die Nutzung durch alle Generationen erleichtert und das öffentliche Schwimmbad langfristig stärkt.